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Sonntag, 06.11.2011:

Agentur wirbt für "Escort Service" mit Foto der Autostadt

WOLFSBURG. Eine ganz schön dreiste Nummer leistete sich eine norddeutsche Agentur. Auf ihrer Internetseite preist sie einen pikanten "Escort Service" für Wolfsburg an. Dazu stellte sie einfach ein Bild aus der Autostadt – ohne Genehmigung der VW-Tochter.


Von Hendrik Rasehorn

Um was es bei dem Service geht, wird schnell klar: "Scharfe Abwechslung", wirbt die Agentur, würden die Damen bieten, allesamt seien sie "exklusive Ladies", die "100% Diskretion" bieten.

Auf der Seite heißt es: "Sie nehmen an einer Veranstaltung teil oder haben ein abendliches Geschäftsessen? Lassen Sie sich doch von einer unserer bezaubernden Ladies bei Anlässen jeglicher Art begleiten", heißt es auf der Internetseite, und weiter: "Vielleicht eine kleine Entdeckungsreise durch den Allerpark oder ein Besuch des Museums oder Theaters der Stadt? Lernen Sie die Stadt Wolfsburg doch mit Ihrer Traumfrau, Arm in Arm, ein wenig kennen und teilen Sie anschleißend Ihre gemeinsamen Erlebnissen in einem der erstklassigen Restaurants, die Wolfsburg zu bieten hat."

In Wolfsburg bietet eine Dame Annabel ihre Dienste an. Zwei Stunden mit ihrer Begleitung kosten den Kunden 400 Euro Honorar, fünf Tage Bespaßungsprogramm machen in der Summe 4500Euro – plus Reisekosten.

Auf den Seiten zu den Angeboten in den verschiedenen Städten, wo es diesen "Service" gibt, werden Fotos von prägnanten Bauwerken gezeigt: Bei Köln werden Dom und Rheinbrücke ins Bild gerückt, in Berlin das Brandenburger Tor, in Hannover das Rathaus – und für Wolfsburg eben das Foto aus der Autostadt.

Unsere Redaktion informierte gestern die Autostadt über das zwielichtige Angebot mit dem offensichtlichen Piraten-Marketing der Agentur. Sprecher Tobias Riepe bestätigte den Verdacht, dass es für die Nutzung dieses Fotos aus der Autostadt keinerlei Genehmigung oder Einverständnis seitens des Unternehmens gab. Die Autostadt informierte prompt einen Rechtsanwalt, der auf der Internetseite als Jugendschutzbeauftragter genannt wird. Die Folge: Schon am Nachmittag war das Autostadt-Foto von der Internetseite verschwunden.

http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2165/artid/15131042



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