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Sonntag, 18.09.2011:
Bordell-Opfer Gülcan* (13) spricht exklusiv in BILD
Das junge Mädchen kauert auf dem Sofa. Sie umklammert ängstlich ein Kissen. Leise erzählt sie: „Erst war er so nett zu mir, hat mir zugehört und teure Sachen geschenkt. Doch kaum war ich in der Wohnung, kamen die anderen Männer und haben mich an den Haaren gezogen und mich eingesperrt. Und dann haben sie gedroht: Wenn du nicht machst, was wir sagen, töten wir deine Familie!“
Gülcan* (13) ist das Opfer eines gemeinen Loverboys. Sie wurde ins Bordell verschleppt und mehrere Tage lang von Männern gegen Geld missbraucht. Erst dann wurde sie von Polizisten befreit.
Der Horror begann vor zwei Wochen. Gülcan hat Streit mit ihrer Mutter, Pubertäts-Probleme. Kurz darauf lernt sie den smarten Erol K.* (19) im Internetchat kennen. „Er war nett und verständnisvoll. Dann verabredeten wir uns im Park.“
Schon beim ersten Date fordert das angebliche Männer-Model das junge Mädchen auf, zuhause auszuziehen. „Er sagte, du kannst bei mir wohnen. Ich helfe dir. Er kaufte mir dann für fast 500 Euro Klamotten und Schmuck.“ Gülcan vertraut dem Loverboy, haut zuhause ab.
Doch nur einen Tag später ließ er die Maske fallen. „Ich musste mit ihm in die Wohnung eines Freundes. Dort wurde ich sofort bedroht und eingeschüchtert. Sie sagten, sie hätten Waffen.“ Mehr kann die traumatisierte Schülerin nicht erzählen.
Das Mädchen bekommt einen falschen Pass, wird gezwungen, in das Bordell nach Gelsenkirchen zu fahren. Fünf Tage lang wird sie dort von Freiern missbraucht. Obwohl Gülcan von ihrer Mutter als vermisst gemeldet wird, nimmt die Polizei in Oberhausen den Fall anfangs nicht ernst. Erst als die Familie den Loverboy ausfindig macht, greifen die Ermittler ein, vernehmen den jungen Duisburger. Und Erol packt aus, nennt seine Hintermänner und sagt, in welchem Bordell Gülcan festgehalten wird.
weiter unter: http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/zuhaelterei/loverboy-lockte-bordell-opfer-guelcan-in-sexfalle-19946328.bild.html
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