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Samstag, 09.10.2010:
Eisenbahner "verkuppelte" russische Prostituierte
BOCHUM. Wegen eines Geschäfts rund um russische Prostituierte und Scheinehen musste sich nun ein 31-Jähriger vor Gericht verantworten.
Das Geschäft war äußerst lukrativ: Gemeinsam mit einem Bekannten hatte der Angeklagte heiratswillige Männer für eine Scheinehe mit russischen Prostituierten gesucht - und die Frauen anschließend für sich arbeiten lassen. Gestern musste sich der 31-Jährige vor Gericht verantworten.
Um den Prostituierten eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis in Deutschland zu verschaffen, hatte der Freund des Lkw-Fahrers bis zu 5000 Euro an interessierte Männer gezahlt. Zwischen 2004 und 2006 hatte dafür auch der Angeklagte Kontakt zu potenziellen Kandidaten hergestellt.
Diese hatten nach der Hochzeit bei der Ausländerbehörde angegeben, mit ihrer neuen Ehefrau an einer Bochumer Adresse zu leben – und dafür Unterhalt kassiert. Er selbst habe für seine Taten aber kein Geld erhalten, beteuerte der Angeklagte. „Das war ein reiner Freundschaftsdienst.“
Das Amtsgericht verurteilte den gelernten Eisenbahner zu einer Geldstrafe von 1600 Euro. „Ich habe mit der Sache nichts mehr zu tun“, so der 31-Jährige.
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