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Donnerstag, 02.12.2010:
Er ,importierte‘ junge Frauen als Sex-Sklavinnen - drei Jahre Haft
Er lockte junge Frauen mit rosigen Versprechungen nach Chemnitz, verschacherte sie wie Vieh, prügelte brutal auf sie ein und ließ sie für sich anschaffen: Gestern wurde gegen den Chemnitzer Rotlicht-König Mindaugas R. (39) das Urteil gesprochen. Er muss für drei Jahre in Haft.
Chemnitz. Seit August musste sich der Litauer wegen Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung sowie Kör-perverletzung, Zuhälterei, Vergewaltigung, Freiheitsberaubung und Zwangsprostitution verantworten (wir berichteten). Dank der Aussagen von drei Frauen, die für ihn anschaffen mussten, konnte ihm ein Teil der Vorwürfe zweifelsfrei nachgewiesen werden.
„Seine Vorgehensweise hatte System. Über Internet-Anzeigen knüpfte der Angeklagte 2009 Kontakte, lockte die Frauen mit utopischen Gehaltsaussichten von bis zu 10.000 Euro für Begleitdienste nach Chemnitz. Hier angekommen, ließ er die Katze aus dem Sack“, sagt Oberstaatsanwalt Siegfried Rümmler (56). Einer damals 18-Jährigen drohte er sogar mit dem Tod, weil sie die Prostitution verweigerte. Eine weitere Litauerin (25) züchtigte der Angeklagte mit brutalen Schlägen und Peitschenhieben. Im Juni 2009 war schließlich Schluss: Die Frauen ließen den Rotlicht-König bei der Polizei auffliegen.
„Sie haben keinerlei Reue gezeigt. Bewusst haben Sie die Frauen von sich abhängig gemacht, sie als Objekte behandelt, mit denen Sie Geld verdienen konnten“, begründete Richterin Simone Herberger die dreijährige Haftstrafe wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Menschenhandels. Die übrigen Vorwürfe konnten Mindaugas R., der bis zuletzt dazu schwieg, nicht zur Last gelegt werden. „Die Prostitutions-Delikte waren hier nicht genau abgrenzbar“, so der Oberstaatsanwalt.
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