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Donnerstag, 02.02.2012:

Garreler soll Lebensgefährtin vergewaltigt haben - Prozess

Justiz Berufungsverhandlung vor dem Oldenburger Landgericht – Fall wird komplett neu aufgerollt


Garrel - Wegen Vergewaltigung und Körperverletzung in etlichen Fällen muss sich seit Dienstag ein 41 Jahre alter Mann aus Garrel in einer Berufungsverhandlung vor dem Oldenburger Landgericht verantworten. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, über Jahre hinweg seine Lebensgefährtin misshandelt zu haben. In einem Fall soll es auch zu einer Vergewaltigung der Frau gekommen sein.

Schon einmal musste sich der Angeklagte wegen der Vorwürfe vor Gericht verantworten. Das Cloppenburger Amtsgericht hatte ihn in einem ersten Prozess im Sinne der Anklage schuldig gesprochen und zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Dieses Urteil will der 41-Jährige in Oldenburg nun aber ungeschehen machen. Er bestreitet die Vorwürfe.

Den Ermittlungen und den Feststellungen des ersten Urteils zufolge hat die 25-jährige Lebensgefährtin des Angeklagten ein Martyrium hinter sich. Der 41-Jährige war 2007 als Hausmeister in verschiedenen Bars tätig gewesen. Dort hatte er die 25-Jährige kennengelernt, die in den jeweiligen Bars als Prostituierte arbeitete. Laut Anklage soll es in der Folgezeit dann zu den brutalen Übergriffen auf die Frau gekommen sein.

Der Angeklagte soll die 25-Jährige im Internet als Prostituierte angepriesen haben. Freier soll sie nicht abgelehnt haben dürfen. Kam das vor, soll die 25-Jährige von dem Angeklagten brutal geschlagen und vergewaltigt worden sein. In einem Fall soll der 41-Jährige die Frau bestraft haben, indem er sie zwang, nackt vor seinem Auto herzulaufen. Als Bestrafung soll der Angeklagte die Frau auch Spaziergängern angeboten haben – für einen kostenlosen und ungeschützten Geschlechtsverkehr. Weil der einschlägig vorbestrafte 41-Jährige Berufung gegen das erste Urteil eingelegt hatte, muss der Fall vor dem Landgericht komplett neu aufgerollt werden. Für das Berufungsverfahren sind mehrere Verhandlungstage angesetzt.



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