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Donnerstag, 04.11.2010:
Menschenhandel-Prozess wird neu aufgelegt
27 Jahre alter Braunschweiger muss sich erneut vor dem Braunschweiger Landgericht verantworten
Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und Zuhälterei wird einem 27 Jahre alten Angeklagten aus Braunschweig vorgeworfen. Bereits im April musste sich der Beschuldigte deshalb vor dem Landgericht Braunschweig verantworten, doch da wichtige Zeuginnen nicht zur Verhandlung erschienen waren, musste der Prozess zunächst ausgesetzt werden.
Der erneute Anlauf beginnt am Montag, 29. November, um 9 Uhr im Saal 125 des Landgerichts Braunschweig. Gerichtssprecher Michael Kalde: „Wir haben alle Zeuginnen vorgeladen. Ob sie erscheinen werden, können wir nicht sagen.“
Menschenhandel und Zuhälterei soll der Angeklagte betrieben haben. Bereits im September 2007, so die Anklage, habe der junge Mann mit einem Bekannten eine Wolfenbüttelerin dazu bringen wollen, sich zu prostituieren. Die Frau weigerte sich erfolgreich.
Der Angeklagte sowie ein bereits verurteilter Mittäter sollen jedoch zwei weitere junge Frauen zur Prostitution gezwungen haben: Von Oktober 2007 bis April 2008 kamen die zur Tatzeit 19 und 21 Jahre alten Ungarinnen den angeordneten sexuellen Handlungen nach – zunächst angeblich freiwillig.
Schon bald jedoch, so die Anklage, sollen der 27-Jährige und sein Mittäter sie bedroht, ihnen die Pässe abgenommen und sie geschlagen haben.
Aus Angst setzten die Frauen die Tätigkeit fort und lieferten einen Großteil ihrer Einnahmen beim Angeklagten ab. Erst als die Polizei eingriff, habe die zwangsweise Prostitution gestoppt werden können.
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