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Montag, 14.11.2011:

Menschenhandel und Zwangsprostitution in Bremen

Bremen. Polizeibeamte haben im vergangenen Jahr in Bremen 56 Opfer von Menschenhändlern aus Modellwohnungen und Bordellen herausgeholt. Die Frauen wurden finanziell ausgebeutet, immer wieder geschlagen und oft sexuell misshandelt. Dennoch kommen die Täter in der Mehrzahl der Fälle ungeschoren davon.


Bremen. Zwischen der rund 117.000 Einwohner zählenden Stadt Pleven in Bulgarien und Bremen besteht eine traurige Beziehung: Nahezu alle der jungen Bulgarinnen, die sich in Bremen an Freier verkaufen, stammen aus der Industriestadt und ihren umliegenden Dörfern. Opfer von Menschenhändlern, die in Bremerhaven anschaffen müssen, stammen wiederum ausschließlich aus Dobrich am Schwarzen Meer. Viele der Frauen gehen in Bremen und der Seestadt unter katastrophalen Bedingungen auf den Strich. Nach den Erkenntnissen der Polizei müssen manche von ihnen sieben Tage die Woche 17-Stunden-Schichten absolvieren und dabei Sexualpraktiken ausüben müssen, die sie ablehnen.

Bis auf ein Taschengeld wird den Frauen von den Zuhältern alles abgenommen. Einige von ihnen sind unter falschen Versprechungen an die Weser gelockt und hier von Menschenhändlern in die Prostitution gezwungen worden. Im vergangenen Jahr ermittelte die Bremer Polizei 56 Opfer. Doch längst nicht alle Täter landen vor Gericht.

"Oft reicht die Aussage der Frauen nicht für eine Anklage", erzählt Petra Meyer, Schwerpunktstaatsanwältin für Menschenhandel bei der Staatsanwaltschaft. Da die Täter die Angehörigen der Frauen in Bulgarien kennen würden, genüge schon der Hinweis, es könnte den Kindern oder der Mutter etwas passieren, um die Opfer zum Schweigen zu bringen.

Ein Fachtag unter dem Titel "Zwischen den Welten" beschäftigte sich jetzt in der Martin-Luther-Gemeinde mit Sexarbeit, Zwangsarbeit und Menschenhandel. Die Organisatorinnen von der Bremischen Zentralstelle für die Gleichberechtigung der Frau und dem Verein für Innere Mission hatten dazu die Staatsanwältin als Referentin geladen. Bereits im August hatte Petra Meyer zwei 51- und 44-jährige Bulgaren vor dem Landgericht angeklagt.

Das Paar hatte vier junge Frauen aus seinem Heimatland von Dobrich nach Bremerhaven geholt und sie dort als Prostituierte ausgebeutet. Der Pass wurde ihnen bei Ankunft in der Seestadt sofort abgenommen. Wer aufbegehrte, wurde mit Schlägen gefügig gemacht. Gab es weiteren Widerstand, drohten die beiden Bulgaren den Frauen, sie zu entstellen oder sich an den Verwandten in der Heimat zu rächen. Ein perfides System, das durch Probleme im Umgang mit den Opfern in Deutschland ungewollt unterstützt wird.

Zwar verurteilte eine Kammer des Landgerichts einen Menschenhändler im Februar vergangenen Jahres zu zehn Jahren und im Oktober einen anderen zu vier Jahren Gefängnis, doch die beiden Verfahren sind Ausnahmen. Dass es im Falle der beiden Bulgaren überhaupt zur Anklage kam, zählte für die Ermittler schon als Erfolg. "Oft ahnen wir, dass die Frauen ausgebeutet oder misshandelt werden, aber die Betroffenen trauen sich nicht auszusagen", sagt Petra Meyer bedauernd. Selbst wenn die Frauen flüchten und bei der Polizei aussagen, haben die Täter noch gute Karten, ungeschoren oder mit Bewährungsstrafen davonzukommen. Denn: Die betroffenen Frauen kehren nach den furchtbaren Erlebnissen in der Rotlichtszene in ihre Heimatländer zurück und sind Jahre später nur schwer zu bewegen, zum Prozess nach Deutschland zu kommen. "Ohne Zeugin kommt man aber nicht zu einer Verurteilung", sagt Gregor Weisner von der Kripo.

Juristisch betrachtet sind die Zeuginnen nur ein "Beweismittel" in einem monatelangen, oft extrem belastenden Prozess. Nach den Erfahrungen der Staatsanwältin finde dann vor Gericht ein ungleicher Schlagabtausch statt: "Die Frauen sprechen kein Deutsch, verfügen nur über geringe Schulbildung und sitzen in den Prozessen gleich mehreren Verteidigern und den Angeklagten gegenüber."

Allein der Anfahrtsweg erscheint für manche der jungen Opfer schon wie ein unüberwindbares Hindernis. So musste die Bremer Polizei in einem großen Verfahren auf den Bruder einer Dolmetscherin zurückgreifen, der die Zeugin aus ihrem tschechischen Dorf abholte und sie zur deutschen Grenze brachte, wo bereits ein Taxi auf sie wartete.

Ein Notbehelf, der nur dank des Engagements einzelner Helfer und günstiger Umstände zustande kam. "Es reicht nicht, wenn das Gericht eine Vorladung nach Rumänien oder Bulgarien schickt", ist Gregor Weisner überzeugt. Die Frauen brauchten jemanden, der sie begleite, dem sie vertrauten und der vor allem auch ihre Sprache spreche.

Viele Experten würden es befürworten, wenn betroffenen Frauen, die vor Gericht aussagen wollen, eine berufliche Perspektive in Deutschland erhielten. Statt nach der Flucht aus dem Milieu in die Heimat zurückzukehren, könnten sie bis zum Prozessbeginn in Deutschland bleiben. Die Innenbehörde prüft zurzeit noch andere Alternativen: "Wir arbeiten gemeinsam mit der Justizbehörde ganz konkret an einem Konzept, damit mehr ausländische Frauen zurück zu den Gerichtsverhandlungen nach Bremen kommen", kündigte Senator Ulrich Mäurer (SPD) auf dem Fachtag an. Details wollte er noch nicht preisgeben.

Die beiden Bulgaren, deren Opfer sich in einer Straße 17 Stunden lang am Tag in Koberfenstern den Männern anbieten mussten, kamen mit einer Bewährungsstrafe davon. Die einzige Zeugin, die von den vier betroffenen Frauen aussagen wollte, war kurz vor ihrer Abreise aus Bulgarien Ende August psychisch zusammengebrochen. Staatsanwältin Petra Meyer erreichte mit viel Hartnäckigkeit, dass die Täter zusätzlich zur Bewährungsstrafe 10.000 Euro an die Opfer zahlen müssen.

Längst nicht alle der rund 800 Frauen, die in Bremen anschaffen gehen, sind Opfer von Menschenhändlern. "Alle, die das freiwillig machen, wollen wir in Ruhe lassen und nicht in Wohnwagen auf düstere Waldwege drängen", betont Ulrich Mäurer. Mit vielen anderen Experten ist er sich einig, dass die Entscheidung des Gesetzgebers, sich nach der Einführung des Prostitutionsgesetzes Anfang 2002 aus der systematischen Kontrolle des Rotlichtmilieus zurückzuziehen, falsch war. So müssten sich Polizisten bei Kontrollen von sogenannten Modellwohnungen, die von Rockern der "Hell's Angels" kontrolliert werden, an der Tür abfertigen lassen. Gregror Weisner: "Da geht die Tür einen Spalt auf, wir bekommen die Pässe der Frauen, und schon fällt die Tür wieder zu."



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