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Mittwoch, 12.05.2010:
Mit dem Geld der Freundinnen Bordellbesuche bezahlt
MÜNSTER In zwei Monaten verprasste ein 32-jähriger Arbeitsloser aus Münster fast 40.000 Euro im Bordell. Am Dienstag wurde er vom Amtsgericht zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Grund: Er hatte sich das komplette Geld zuvor bei diversen Freundinnen ergaunert.
Es war Großmannssucht, die Gier nach Aufmerksamkeit, die den Angeklagten auf die schiefe Bahn geraten ließ: „Ich habe es genossen, im Mittelpunkt zu stehen“, sagte der Mann vor Gericht. In welches Bordell er auch immer gegangen sei, stets habe er zu den jüngsten Gästen gehört.
„Deshalb haben sich alle um mich geschart", sagte der Mann. "Das war sehr schön.“ Am Ende hätten sich die Taxifahrer und Bordellbetreiber sogar fast um ihn geprügelt.
Er stahl die Kreditkarten mehrerer Freundinnen
Um seine täglichen Feiern zu finanzieren, nutzte der 32-Jährige das Vertrauen mehrerer Freundinnen schamlos aus. Er stahl ihnen ihre Kredit- oder EC-Karten und hob in einer Tour Bargeld ab.
Einer Freundin gaukelte er außerdem vor, er wolle in der Innenstadt ein Café eröffnen und brauche eine Anschubfinanzierung. Da die Frau als Grundschullehrerin verbeamtet ist, nahm sie den Kredit auf und gab das ganze Geld dem Angeklagten.
Noch zwei weitere Jahre Haft
Neben der jetzt verhängten Gefängnisstrafe erwarten den vielfach vorbestraften Betrüger noch weitere fast zwei Jahre Haft aus früheren Verurteilungen. Seinen Aufenthalt im Gefängnis will er nun nutzen, um eine Sozialtherapie zu machen.
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