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Montag, 27.09.2010:
Prostituierte erwürgt: Lebenslange Haftstrafe
Hagen - Er hatte geleugnet bis zum Schluss, doch die Indizien waren zu erdrückend: Der Mörder einer Prostituierten ist gestern vom Schwurgericht Hagen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Richter sind davon überzeugt, dass der 27-Jährige die aus Nigeria stammende Frau am 24. Januar in ihrem Zimmer im Hagener Bordellviertel erwürgt hat, um sie zu berauben. Er sei zunächst zum Schein auf das Angebot der Prostituierten eingegangen und habe sie dann plötzlich angegriffen, hieß es im Urteil. "Es ging nur um Geld und Wertgegenstände", so der Vorsitzende Richter Frank Schreiber. Die Polizei hatte später am Tatort und an der Kleidung der Leiche DNA-Spuren des Angeklagten sichergestellt. Nach Ansicht des Hagener Schwurgerichts steht darüber hinaus fest, dass der 27-Jährige schon im Oktober 2009 in Dortmund eine ganz ähnliche Tat verübt hat. Auch dabei wurde eine afrikanische Prostituierte gewürgt und anschließend beraubt. Der Überfall war erst nach dem Mord in Hagen mit dem Angeklagten in Verbindung gebracht worden. Die Dortmunderin überlebte wohl nur deshalb, weil sie sich tot stellte. Wegen dieser Tat droht dem 27-Jährigen demnächst noch ein weiterer Strafprozess am Landgericht Dortmund. Dann könnte es für ihn um die Verhängung der Sicherungsverwahrung gehen.
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