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Montag, 01.11.2010:
Rache an Zuhälter?
DORTMUND Eigentlich wollten die beiden Angeklagten (39, 53) ihrer Nachbarin – einer Prostituierten – nur einen Gefallen tun. Doch dann eskalierte die Situation. Vor knapp einem Jahr griffen sie zu Axt und Dolch, schnitten dem Zuhälter der Frau den Hals auf.Von Bianka Boyke
Seit Donnerstag beschäftigt die Bluttat das Dortmunder Landgericht. Das Drama begann Ende 2009. Die Nachbarin der beiden Männer war gleich mehrmals völlig aufgelöst in die Wohnung des älteren Angeklagten geflüchtet – zuletzt splitternackt, mit Spuren von Pfefferspray im Gesicht. Angeblich wollte ihr Zuhälter sie so zum Sex zwingen.
Rache an Zuhälter?
Aber auch der Zuhälter soll damals in der Wohnung des 53-Jährigen aufgetaucht sein. Angeblich hat er gedroht und auch zugeschlagen. Die Angeklagten sannen daraufhin offenbar auf Rache. Was genau passieren sollte, war angeblich überhaupt nicht klar, als das Drama seinen Lauf nahm.
Die beiden Angeklagten hatten sich in der Wohnung des 53-Jährigen getroffen, um einen Plan zu schmieden. Sie wollten dem Zuhälter angeblich nur Angst einjagen – mehr nicht. Doch kaum saßen sie zusammen, wurden sie von ihrem späteren Opfer auch schon überrascht.
Außer Kontrolle
Danach geriet dann alles außer Kontrolle. Die beiden Männer wollen ihr späteres Opfer aufgefordert haben, die Frau ein für alle Mal in Ruhe zu lassen. Der Zuhälter habe jedoch nur verächtlich gelacht.
Kurz darauf kamen die stumpfe Seite einer Axt und das Messer zum Einsatz. „Ich wollte nur etwas schneiden“, sagte der 39-Jährige im Prozess. Doch aus dem geplanten kleinen Schnitt wurde eine klaffende Halswunde. Lebensgefahr, Not-OP.
Der Prozess wird fortgesetzt.
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