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Samstag, 08.01.2011:
Sex-Steuer jetzt auch in Bonn / Huren müssen zahlen
Der neue Straßenstrich auf der Immenburgstraße ist nicht die einzige Veränderung für Huren in diesem Jahr. Die Prostituierten werden ab sofort von der Stadt zur Kasse gebeten.
„Ab 01.01.2011 müssen Sie Steuern zahlen, wenn Sie sexuelle Handlungen gegen Entgelt im Stadtgebiet Bonn anbieten“, heißt es trocken im Handzettel, der in den vergangenen Monaten in sechs Sprachen auf dem Straßenstrich und in Bordellen verteilt wurde.
Konkret bedeutet das: Die Huren müssen jeden Monat ein Anmeldeformular mit der Anzahl der Arbeitstage ausfüllen. Für jeden Tag im Bordell oder auf dem Straßenstrich sind 6 Euro fällig.
Dabei gehen die Beamten ganz sachlich vor. Die Tage, an denen die Huren anschaffen gehen, werden im Formular als „Veranstaltungstage“ bezeichnet. Auch glaubt man bei der Stadt zu wissen, wie viel die Damen arbeiten. Man geht nämlich von 25 solcher Veranstaltungstage im Monat aus.
„Die Stadt rechnet nun jährlich mit 300.000 Euro Steuereinnahmen“, so Monika Frömbgen vom Presseamt. Ab sofort gilt das Prinzip Hoffnung: Die Behörden erwarten, dass z.B. die 25 Huren vom Straßenstrich jeden Monat brav ihren Formular ausfüllen – und zahlen.
Und wer kontrolliert die Arbeitstage? „Sollten die Zahlen auffällig niedrig angegeben werden, würden Mitarbeiter vom Kassen- und Steueramt vor Ort überprüfen, ob die Damen tatsächlich so wenig arbeiten“, so Frömbgen.
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