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Samstag, 28.05.2011:

Zwei Vereine der Hells Angels und Bandidos nun verboten

Im Kampf gegen die Rockerkriminalität hat Schleswig-Holsteins Innenminister Klaus Schlie nun die Vereine „Hells Angels MC Charter Flensburg“ und „Bandidos MC Probationary Chapter Neumünster“ verboten.


Nach blutigen Auseinandersetzungen im Rockermilieu hat Schleswig-Holstein zwei Vereine der Hells Angels und Bandidos verboten. Die „Hells Angels MC Charter Flensburg“ und die „Bandidos MC Probationary Chapter Neumünster“ verstießen gegen die Strafgesetze und richteten sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung, sagte Innenminister Klaus Schlie (CDU) am Donnerstag in Kiel.

300 Polizeibeamte - darunter ein Spezialeinsatzkommando - durchsuchten am Donnerstagmorgen zehn Wohnungen von Mitgliedern sowie Vereinsheime in und um Flensburg und Neumünster. „Die Durchsuchungen dienen der Feststellung, Beschlagnahme und Einziehung des Vermögens der Vereine“, hieß es beim Innenministerium.

„Es handelt sich nicht um harmlose Motorradclubs“

Beide Vereine hätten den Zweck, „in einem bestimmten Gebiet kriminelle Macht zu entfalten und die Gebiets- und Machtansprüche gegen den jeweils anderen Verein mit Waffengewalt durchzusetzen“. „Es handelt sich nicht um harmlose Motorradclubs, deren Mitglieder sich zu friedlichen Wochenendausflügen treffen“, sagte Schlie. Der unbescholtene freiheitsliebende Familienvater, der in seiner Freizeit Motorrad fährt, sei eine Legende aus der Öffentlichkeitsarbeit dieser Clubs.

Die beiden Vereine wurden mit sofortiger Wirkung aufgelöst, erklärte der Innenminister. „Jede Tätigkeit und die Bildung von Ersatzorganisationen ist ihnen untersagt. Die Kennzeichen der Vereine dürfen nicht mehr in der Öffentlichkeit verwendet oder verbreitet werden.“ 17 Mitglieder der Bandidos und 12 Mitglieder der Hells Angels erhielten am Donnerstag die Verbotsverfügungen. In Flensburg bauten Polizisten das rot-weiße Vereinszeichen am Vereinsheim der Hells Angels ab.

Trotz der Verbote schließen die Ermittler weitere gewalttätige Auseinandersetzungen im Rockermilieu nicht aus. Die Vereine seien zwar aufgelöst, die ehemaligen Vereinsmitglieder aber nach wie vor vorhanden, betonte Schlie. Mit dem Vereinsverbot im Rücken könne die Polizei aber künftig sofort einschreiten, „wenn auch nur ansatzweise gegen das Verbot verstoßen werden sollte“. Von den Hells Angels gibt es noch Gruppen in Alveslohe (Kreis Segeberg), Kiel und Lübeck, die bislang nicht verboten sind.

 

In Baden Württemberg ist das aber wohl noch Wunschdenken da hier die Motorradclubs noch zu arg mit den Behörden verbändelt sind. In Frankfurt (Hessen) sind schon wieder Polizeibeamte dabei erwischt worden als sie mit den Clubs zusammen gearbeitet haben.



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